Entwurf einer

architektonischen

Gebäudelehre



Erscheinungstermin: Jänner 2018, Zürich: Park Books

Hard Cover, ca. 492 Seiten, über 400 Plandarstellungen

240 x 310 mm ISBN 978-3-03860-068-8

Buchgestaltung: CH Studio – Christian Hoffelner

Andreas Lechner ist Architekt und assoziierter Professor am Institut für Gebäudelehre der TU Graz.

Dieses Buch beschreibt den architektonischen Entwurf als Transformationsprozess – von lose vorliegenden Elementen, Mustern und Präzedenzen zur Raumbildung und -abschirmung in neue Vorschläge für feste Fügungen an konkreten Orten. Dies erfolgt in zwei Teilen: Zum einen in Form einer gezeichneten Gebäudelehre, die dazu Anschauungsmaterialien in der traditionellen Notationsform architektonischer Ideen liefert: Grundrisse, Schnitte und Ansichten von zwölf vielfach klassischen Architekturprojekten in zwölf öffentlichen Nutzungszusammenhängen – Theater, Museum, Bibliothek, Staat, Büro, Freizeit, Religion, Einzelhandel, Fabrik, Bildung, Kontrolle und Krankenhaus. Zum anderen in drei Aufsätzen, die das Entwerfen zunächst als Kennenlernen ästhetischer und logistischer Bandbreiten des Bauens begreifen. Typologien nehmen dabei eine zentrale Rolle ein – zwischen empirischer Beobachtung (induktive Realtypen), theoretischen Vorannahmen (deduktive Idealtypen) und gesellschaftlichen Rangbemessungen. Das Erkenntnisinteresse und damit Ziel von Typologien – Wissensgewinn durch Informationsreduktion – steht aber nicht im Mittelpunkt dieser auch als Handreichung für das Entwerfen und die Entwurfslehre konzipierten Arbeit. Vielmehr macht die Sammlung an Formen und Funktionen auf die Komposition als ästhetische Festlegung der Form aufmerksam, die sich aus baukünstlerischen Erinnerungslektionen ebenso wie aus der Analyse konkreter Orte architektonisch speisen lässt. Die zwölf mal zwölf gezeichneten Projekte liefern ein Nebeneinander von Tableaus aus Formen und Programmen, die sich für Vergleich und Anknüpfung ebenso wie für das Ziehen neuer Verbindungslinien im Entwurf anbieten.